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| Umbau PM 4 | | Drucken | |
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Papier u. Kartonfabrik Varel investiert in den Ausbau der Papiermaschine 4
Die Papier- u. Kartonfabrik Varel investiert kräftig in die Papiermaschine 4 zum Jahreswechsel 2010/2011. Die Anlage wird nach dem aufwendigen Umbau- und Instandhaltungsprogramm eine technische Kapazität von über 300.000 t pro Jahr aufweisen. Die Gesamtkapazität im Produktbereich Wellpappenpapiere steigt somit von heute 500.000 auf 600.000 Jahrestonnen in Varel. Verbunden mit dem Umbau ist auch eine deutliche Ausweitung des möglichen Produktspektrums der Anlage, die heute Wellenstoff und Testliner von 120 g/m2 bis 220 g/m2 herstellt. Neben der Papiermaschine selbst werden die Vareler Papiermacher auch die Stoffaufbereitung der Anlage bis zum Sommer 2011 einem intensiven Aus- und Umbauprogramm unterziehen. Nach Abschluss aller Maßnahmen wird die neue Anlage neben den bekannten Qualitäten, den in den letzten Jahren stark gewachsenen Markt der weißen Deckenpapiere auf 100% Altpapierbasis bedienen können. In den kommenden Jahren ist geplant rund 50% der Produktionskapazität der Papiermaschine 4 in diesem Produktbereich zu etablieren. Das neue technische Setup der Maschine hin zu einer Multiproduktanlage erlaubt ebenso die Produktion von hochwertigem High Performance Wellenstoffen sowie Kraftliner Substituten. Die netto Arbeitsbreite beträgt vorerst weiter 5,1 m, wobei alle neuen Komponenten schon auf 5,3 m ausgelegt werden. Somit kann dem zunehmenden Trend zu breiteren Wellpappenanlagen bei Bedarf in den Folgejahren eine Antwort gegeben werden. Die im Jahr 2004 investierte Schwestermaschine für leichtgewichtige Wellpappenpapiere, die Papiermaschine 5, ist mit 5,6 m netto beschnittener Breite schon perfekt auf diese Entwicklung ausgerichtet. Die heutige Lieferfähigkeit in Varel für die bekannten JadeWelle und JadeLiner Sorten wird durch die Kapazitätssteigerung in neue Produktbereiche nahezu unberührt bleiben. Das heute bereits umfangreiche Produktspektrum in Varel wird weiter abgerundet und der Kunde kann zukünftig für fast jeden Anwendungszweck in der Wellpappe die passende Lösung in Varel finden. Kaum ein Standort in Europa bietet ein so breites Angebot aus einer Hand auf so hohem Qualitäts- und Produktivitätsniveau. Das zweite wichtige Standbein, die Kartonfertigung, wird in den kommenden Jahren ebenfalls konsequent weiter ausgebaut und optimiert. Produktvielfalt wird in Varel weiter ganz groß geschrieben. Die Gesamtkapazität des Werkes wird auf deutlich über 800.000 t pro Jahr wachsen. Das Vorhaben wird im nächsten Jahr mit dem weiteren Ausbau des Kraftwerkes beginnen. Eine neue Dampfturbine passt nicht nur die Kapazität in der eigenen Energieerzeugung an den erhöhten Dampf- und Strombedarf an, sondern steigert die heute schon sehr hohe Energieeffizienz des Standortes, natürlich gepaart mit erstklassigen Emissionswerten. Energieeinsparungen stehen bei den Umgestaltungsarbeiten ganz vorne im Pflichtenheft. Die Energiekosten werden in der Papierindustrie in den kommenden Jahren ein immer größerer Kostenfaktor werden. Auf diese Herausforderung gibt die weiterentwickelte Papiermaschine 4 nebst der vorgeschalteten Stoffaufbereitung und dem weiter optimierten Kraftwerk konsequente Antworten, die nicht zuletzt in gravierenden Reduzierungen im Bereich der CO2 Emissionen münden. Ein umweltfreundliches Produkt wie Verpackungen aus dem Kreislaufrohstoff Altpapier muss ebenso ressourcenschonend hergestellt werden. Dies ist seit vielen Jahren feste Maxime und Überzeugung im Hause Varel. Lieferservice und Flexibilität stehen in Varel ebenso weiter konsequent im Focus. Daher wird im kommenden Jahr im Vorgriff auf die größere Produktionsmenge schon die Lagerkapazität um weitere 15.000 m2 erhöht. Somit können zukünftig über 50.000 t Fertigware Karton und Papier auf Abruf vorgehalten werden und eine eventuell notwendige Vorproduktion für die Kundschaft, für die Umbauzeit der Papiermaschine 4, eingelagert werden.
Das Gesamtvolumen der beschriebenen Maßnahmen wird sich auf rund Neben den seit Jahrzehnten etablierten Märkten in West- und Osteuropa, die zukünftig mit einem noch breiterem Sortiment an Wellpappenpapieren bedient werden können, stärkt dieser Schritt die Marktpräsenz im Norden Europas sowie in den Überseemärkten in denen "Varel" seit vielen Jahren ebenfalls zu Hause ist. Im wirtschaftlich nicht einfachen Umfeld des Jahres 2009 wurden Produkte aus Varel in über 50 Länder der Erde exportiert.
Die aktuell laufenden Investitionen in den großen Containerhafen in Wilhelmshaven mit dann noch kürzeren Transportwegen für die Produkte aus Varel als heute zu den Überseehäfen nach Bremerhaven und Hamburg und der geplante Bau der Küstenautobahn A22 mit kürzeren Anbindungen in den Raum Hamburg, waren für die Investitionsentscheidung der Gesellschafterfamilien Dieball und Evers ebenfalls nicht unwichtige Faktoren. Die für Karton- und Papierprodukte wichtigen Transportkosten, auch für die Rohstoffe, können durch diese Infrastrukturmaßnahmen in viele Gebiete weiter optimiert werden und somit die Wettbewerbsfähigkeit für die Kundschaft auch auf diese Weise in den kommenden Jahren weiter gestärkt werden. |